Startseite Sitemap Kontakt Drucken

Für die Industrie ist eine sichere und zuverlässige Verteilung von Energie über die Netze unverzichtbar – „NEIN zum Netzkauf!“

Bei einem Pressegesprächs heute in Hamburg formulierte Michael Westhagemann, Vorstandsvorsitzender des Industrieverbands Hamburg (IVH), zwei zentrale Argumente aus Sicht der Industrie für sein Engagement in dem breiten gesellschaftlichen Aktionsbündnis „NEIN zum Netzkauf!“ Westhagemann, Vorstandsvorsitzender des IVH:

„Für unsere produzierenden Unternehmen ist eine sichere und zuverlässige Verteilung von Energie über die Netze zu international wettbewerbsfähigen Preisen unverzichtbar. Wir wehren uns dagegen, ohne Not die hohe Qualität der heutigen Versorgungsleistung in Hamburg durch mögliche Rechtsstreite und andere Unsicherheiten, zum Beispiel bei der Konzessionsvergabe für den Netzbetrieb im kommenden Jahr, zu riskieren. Dem Netzeigentümer bieten sich heute durch eine enge gesetzliche Regulierung aller Netzbereiche so gut keine Einflussmöglichkeiten auf den Energiemix und die Netzentgelte. Daher lohnt der Erwerb für die Stadt nicht. Wir müssen Hamburgs Energieversorgung in bewährten Händen lassen.“

„Ich wende mich dagegen, dass Interessengruppen mit einem Volksentscheid versuchen, einzelne Unternehmen zu treffen und dabei möglicherweise deren Existenz am Standort bedrohen. Diesmal geht es gegen Energieunternehmen. Eine andere Abstimmung könnte sich gegen Unternehmen aus anderen Industriebranchen richten. Diese Form der öffentlichen Abstimmung über einzelne Unternehmen ist schädlich für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt insgesamt.“

Das breite gesellschaftliche Bündnis „NEIN zum Netzkauf!“ umfasst 14 Organisationen von Kammern, Verbänden, Betriebsräten, Steuerzahlern, Grundeigentümern sowie einer Gewerkschaft und einer Umweltschutzorganisation und wendet sich gegen das Anliegen der Volksinitiative zum 100-prozentigen Kauf der Energienetze durch die Stadt. Der IVH koordiniert die Bündnisarbeit. Die Kampagne wird getragen von (alphabetisch):

AGA Norddeutscher Unternehmensverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistung e.V.
Bund der Steuerzahler Hamburg e.V.
BFW Landesverband Nord e.V. – Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.
Grundeigentümerverband Hamburg von 1832 e.V.
Handelskammer Hamburg
Handwerkskammer Hamburg
HIC Hanseatischer Ingenieurs Club
IGBCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
IVH Industrieverband Hamburg e.V.
NORDMETALL Verband der Metall- und Elektroindustrie e.V.
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Hamburg e.V.
UVHH Unternehmensverband Hafen Hamburg e.V.
UVNord Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e.V.
Zentraler Immobilienausschuss ZIA (Verband Nord)

Nein zum Netzkauf

Der IVH vertritt als rechtlich selbständige Landesvertretung des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V. (BDI) die Interessen von 230 Industrieunternehmen, industrienahen Dienstleistern und Verbänden am Industriestandort Hamburg. Der IVH besteht seit 1963.